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 anwalt minden arbeitsrecht

Alle Anwälte verfügen neben ihrer fundierten und qualifizierten Ausbildung über Spezialkenntnisse, die Sie an den Fachanwaltsbezeichnungen und Tätigkeitsschwerpunkten erkennen können.   

Aus- und Weiterbildung unserer Anwälte und Mitarbeiter ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Zu unserem Dienstleistungsangebot gehört neben der außergerichtlichen und gerichtlichen Interessenvertretung auch das Entwerfen, Prüfen und Aushandeln jedweder Verträge, wie beispielsweise Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen.

 

Trennung - was nun?

Eine Trennung vom Ehegatten kann sehr belastend sein. Einen Teil dieser „Last“ kann durch einen Fachanwalt für Familienrecht jedoch von Ihnen abgenommen werden.  

Wichtig ist es jetzt, so früh wie möglich die Trennungsfolgen zu regeln – insbesondere, wenn gemeinsame minderjährige Kinder betroffen sind.

Es stellen sich viele Fragen, wie es in der Zukunft weitergehen soll. Wer bleibt in der Ehewohnung? Wer bezahlt die Kosten, den Lebensunterhalt, die Kredite? Bei wem bleiben die Kinder? Was ist mit den Versicherungen? Haftet man für die Schulden des Ehegatten? Gehört mir ein Teil Vermögens? Was ist mit den Dingen, die in der Ehe angeschafft wurden, was mit der Immobilie? 

Dies ist nur ein Teil der Fragen, die häufig von Ratsuchenden gestellt werden.

Aus diesem Grund sollte sich jeder über seine Rechte und Pflichten bei einem Fachanwalt für Familienrecht beraten lassen. 

Zur Sicherung der Existenzgrundlage sind vorrangig die Unterhaltsansprüche des Ehegatten und etwaiger Kinder zu klären. Derjenige, der zur Unterhaltszahlung verpflichtet ist, weiß dann, was ihm an Einkommen verbleibt und der Unterhaltsberechtigte kann sich darauf einstellen, ob und mit welchen Zahlungen er rechnen kann.

Die Titulierung der Unterhaltsansprüche ist für den Berechtigten ein Anspruch, der äußerste Wichtigkeit hat, selbst, wenn der Unterhalt regelmäßig gezahlt wird. Denn nicht selten wird nach einiger Zeit dann doch die Zahlung reduziert oder ganz eingestellt, so dass dann ein Verfahren vor dem Familiengericht unumgänglich wird.

Der Kindesunterhalt kann bei den Jugendämtern kostenfrei beurkundet und somit ein „Titel“ geschaffen werden. Auch, wenn über die Höhe des Kindesunterhalts gestritten wird, kann der Mindestkindesunterhalt außergerichtlich kostenfrei tituliert werden, so dass ein etwaiges gerichtliches Verfahren nur noch über die Differenz geführt werden muss, was mit erheblich weniger Kosten einhergeht.

Die wirtschaftliche Situation löst häufig auch die Problematik mit der Ehewohnung.

Wohnten die Ehegatten zur Miete ist darauf zu achten, dass eine etwaige Kündigung des Mietvertrages von allen Mietparteien, also ggfs. von beiden Ehegatten, erfolgen muss.    

Bei Miteigentum ist nach Feststellung der Unterhaltssituation ein Überblick möglich, ob einer der Ehegatten wirtschaftlich in der Lage und gewillt ist, in der Immobilie zu verbleiben. Bei etwaigen Krediten ist eine Regelung bezüglich der Tilgung zu treffen. Dabei können sich auch Gesamtschuldnerausgleichsansprüche unter Ehegatten ergeben.

Sollte dennoch Streit aufkommen, wer in der Ehewohnung verbleibt, besteht die Möglichkeit eines gerichtlichen Zuweisungsverfahrens, in dem das Gericht eine Interessenabwägung vorzunehmen hat.

Der Hausrat, den die Ehegatten während der Ehe angeschafft haben, ist wertmäßig hälftig zu teilen.

Ein gerichtliches Verfahren sollte hier unbedingt vermieden werden! Fertigen Sie eine Liste mit Gegenständen an, die Sie begehren. Sollte der andere Ehegatte dieselben auch für sich beanspruchen, teilen sie sie auf oder bieten alternativ etwas anderes an, vielleicht auch aus Ihrem Alleineigentum. Ausgleichszahlungen sind vom Gesetz nicht vorgesehen, können aber vereinbart werden.

Das Sorgerecht wird durch eine Trennung und Scheidung grundsätzlich nicht beeinflusst. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil der elterlichen Sorge, also in wessen Haushalt das Kind oder die Kinder leben sollen, ist manchmal streitig.

Entscheidend ist hier allein das Kindeswohl!

Oftmals ist das Eheleben so ausgeprägt, dass einer der Ehegatten die gemeinsamen Kinder überwiegend betreut und deshalb auch nicht oder nur eingeschränkt berufstätig ist.

Die Kinder sind an diese Situation gewöhnt, so dass dies im Fall der Trennung reflektiert werden und mit dem Elternteil, der nicht im Haushalt lebt, ein großzügiges Umgangsrecht vereinbart werden.

Es ist ratsam, eine Umgangsvereinbarung schriftlich zu fixieren, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Die Kinder lieben beide Elternteile und wollen einen regelmäßigen Kontakt.

Auch die Kosten für Kommunion, Konfirmation, Schulabschluss etc. können und sollten rechtzeitig geklärt und schriftlich vereinbart werden, wenn diese nicht schon im Rahmen des Unterhalts berücksichtigt wurden. Heute werden größere Feiern veranstaltet, die oft mit immensen Kosten einhergehen.

Eine Trennungsvereinbarung über die vorgenannten Punkte gibt eine verlässliche Grundlage für die Zukunft.

Rechtsanwältin Silke Westermeier

Fachanwältin für Familienrecht

Stiftstr. 21, 32427 Minden

Tel.: 0571/83 73 10

Mail: kanzlei@lvww.de 

 

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